Ausbau der Endoskopie in Schladming: Mehr Untersuchungen, moderne Technik

Schladming, 05.06.2026 – Die Klinik Diakonissen Schladming setzt einen weiteren Schritt zur Stärkung der medizinischen Versorgung im Ennstal und baut ihr endoskopisches Angebot umfassend aus. Mit einem neuen Gesamtkonzept für Magen und Darm, moderner Medizintechnik und dem Einsatz künstlicher Intelligenz werden sowohl die Qualität als auch die Kapazität der Untersuchungen nachhaltig erweitert.

Weiterentwicklung mit klarer Zielsetzung

Die Neuaufstellung der Endoskopie ist Teil einer strategischen Weiterentwicklung am Standort. Ziel ist es, den steigenden Anforderungen in der gastroenterologischen Versorgung gerecht zu werden und gleichzeitig eine wohnortnahe, zeitgerechte Abklärung unterschiedlichster Krankheitsbilder sicherzustellen.

„Durch die Investition in moderne Endoskopie und die Weiterentwicklung unserer Strukturen schaffen wir die Grundlage für eine nachhaltige Verbesserung der Versorgung am Standort“, erklärt Dr. Johannes Pohlhammer.

Moderne Medizintechnik als Grundlage

Ein wesentlicher Bestandteil des Ausbaus ist die Anschaffung einer neuen HD-Endoskopieanlage. Diese entspricht dem aktuellen Stand der Technik und ermöglicht durch hochauflösende Bildgebung sowie spezielle Darstellungsverfahren eine präzisere Diagnostik.

Darüber hinaus wird das endoskopische Leistungsspektrum erweitert. Dazu zählen unter anderem die Abtragung größerer Polypen, erweiterte Maßnahmen zur Blutstillung sowie die Erweiterung des endoskopischen Leistungsspektrums im Bereich der Notfallversorgung.

Unterstützung durch künstliche Intelligenz

Im Zuge der Modernisierung kommt auch künstliche Intelligenz zum Einsatz. Diese unterstützt das medizinische Personal insbesondere bei der Durchführung von Koloskopien, indem sie bei der Erkennung von Polypen hilft und so die Qualität der Diagnostik weiter verbessert.

OA Dr. Johannes Pohlhammer mit dem neuen HD-Endoskopiegerät

„Der Einsatz der KI stellt eine wertvolle Ergänzung dar – sowohl im klinischen Alltag als auch in der Ausbildung“, so Pohlhammer.

Bedeutung für die Region

Mit dem Ausbau der Endoskopie leistet die Klinik einen wesentlichen Beitrag zur Sicherstellung der regionalen Gesundheitsversorgung. Ein größerer Teil der Diagnostik kann wohnortnah erfolgen, bestehende Strukturen werden gezielt entlastet und Abläufe effizienter gestaltet. Dadurch kann die Zahl der durchgeführten Untersuchungen pro Jahr künftig deutlich gesteigert werden. Dies umfasst sowohl Vorsorgeuntersuchungen als auch die Abklärung von Beschwerden wie Blutarmut, verändertem Stuhlverhalten oder ungewolltem Gewichtsverlust.

„Als Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie weiß ich, welchen Unterschied eine rasche und präzise Diagnostik für Patientinnen und Patienten machen kann. Mit dem Ausbau der Endoskopie in Schladming stärken wir die wohnortnahe Versorgung und schaffen zusätzliche Kapazitäten für wichtige Vorsorge- und Abklärungsuntersuchungen. Gerade bei Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts ist die frühe Erkennung oft entscheidend für den Behandlungserfolg“, betont Gesundheitslandesrat Dr. Karlheinz Kornhäusl.

Die frühzeitige Abklärung ermöglicht eine rasche Diagnose und gezielte Therapie, wodurch belastende und kostenintensive Folgebehandlungen reduziert werden.

Zugang zur Untersuchung

Die Inanspruchnahme der endoskopischen Leistungen erfolgt im Regelfall über eine ärztliche Zuweisung oder im Rahmen der Akutversorgung.

Interessierte können sich telefonisch unter 03687-2020 3102 oder per E-Mail: ambulanzen.schladming@diakonissen.at an die Klinik wenden. Weitere Informationen sind auf der Webseite der Klinik zu finden.

Das Team der Endoskopie der Klinik Diakonissen Schladming (v. l. n. r.): DGKP Andreas Sams, OA Dr. Christine Krisch, DGKP Sabrina Tupi und OA Dr. Johannes Pohlhammer. / Bildcredit: Klinik Diakonissen Schladming