Geschichte

Der evangelische Verein für Innere Mission schickte nach dem 1. Weltkrieg eine Diakonisse nach Schladming, die die Bevölkerung in einem Pflegeheim betreute. Während des 2. Weltkrieges entstand ein Lazarett, aus dem sich nach dem Krieg ein provisorischer Krankenhausbetrieb in der Coburgstraße mit 45 Betten entwickelte. 1945 wurde der Verein für Innere Mission in der Steiermark aufgelöst und dem oberösterreichischen Verein angegliedert. Somit kam der Krankenhausbetrieb in Schladming als Diakonissen-Krankenhaus unter die Trägerschaft des Evangelischen Diakoniewerkes Gallneukirchen.

Während der Jahre 1958 bis 1960 wurde das Krankenhaus durch den Architekten Dipl. Ing. Andreas Herdey, Graz, neu gebaut. Die Einweihung des neuen Hauses fand am 26. Juni 1960 statt. Das Diakonissen-Krankenhaus war vorwiegend chirurgisch ausgerichtet und hatte auch eine geburtshilfliche Station. Es verfügte 1961 über 71 systemisierte Betten.

Zu Beginn der 70er Jahre traten Probleme, wie z.B. Personalmangel durch den Abgang der Diakonissen und Raummangel durch große Leistungssteigerungen und Übernahme neuer Aufgaben, zu Tage. Um wenigstens den eklatanten Raummangel zu beseitigen, begann man mit der Planung eines Zubaues, der wiederum vom Architektenbüro Herdey von 1973 – 1975 durchgeführt wurde. Zusätzlich zum ärztlichen Leiter konnte 1971 ein Facharzt für Anästhesiologie und 1975 ein Facharzt für Chirurgie verpflichtet werden.

Mit Beschluss der Steiermärkischen Landesregierung erhielt das Krankenhaus am 29.06.1981 das Öffentlichkeitsrecht zugesprochen, so dass es sich fortan A.ö. (Allgemein öffentliches) Diakonissen-Krankenhaus Schladming nennen konnte.

Die 70er und 80er Jahre brachten einen hohen Leistungsanstieg und eine Steigerung der Betten auf 130 Maximalkapazität. Am 1. Februar 1989 wurde die Abteilung für Innere Medizin und das Institut für Anästhesiologie und Intensivmedizin eröffnet. 1988/89 wurde das Krankenhaus, um der fachlichen Erweiterung des Leistungsangebotes zu entsprechen, umgebaut, neu eingerichtet und vor allem mit moderner Medizintechnik ausgestattet.

Im Jahr 2002 stellte das Krankenhaus die Weichen für eine Spezialisierung innerhalb der Chirurgischen Abteilung auf Allgemeinchirurgie und Unfallchirurgie, indem ein Department für Unfallchirurgie errichtet wurde.

Seit Beginn der 90er Jahre gab es Bestrebungen, das Diakonissen-Krankenhaus Schladming neu zu errichten. Am 18. Oktober 2004 erfolgte der Baubeginn im Schladminger Ortsteil Maistatt. Errichtet wurde das neue Haus im Rahmen eines PPP-Modells (Private-Public-Partnership) durch eine eigens gegründete Errichtungsgesellschaft „DKV“. An der DKV waren das Evangelische Diakoniewerk Gallneukirchen als Bauherr und Rechtsträger des Hauses, die Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft m.b.H und die Vamed beteiligt. Für die Architektur zeichnete das Münchner Architektenbüro Nickl&Partner verantwortlich. Nach exakt 25 Monaten wurde am 17. November 2006 durch die Übersiedelung der PatientInnen vom altem Standort in das neue Haus in der Salzburger Straße das neue Diakonissen-Krankenhaus Schladming in Betrieb genommen.

Die feierliche Eröffnung und Segnung  fand am 28. Juni 2007 statt.

Mit 1.1.2014 wurde das Diakonissen-Krankenhaus in eine eigenständige Gesellschaft, die Klinik Diakonissen Schladming GmbH umgewandelt.  Die Gesellschaft ist zu 100 Prozent im Eigentum des Evangelischen Diakoniewerkes Gallneukirchen.